„Ein außergewöhnliches Lebenswerk der Malerei."
Franz Feuchtl war ein österreichischer Maler, dessen künstlerische Reise außergewöhnlich spät begann. Erst im hohen Alter entdeckte er die Malerei für sich – und entwickelte in kurzer Zeit eine beeindruckende schöpferische Kraft.
Franz Feuchtl wurde am 30. Januar 1914 in Wien geboren und ist am 27. Januar 2007 in Tulln verstorben. Als mittleres von drei Kindern wuchs er in einfachen Verhältnissen auf – seine Mutter war Schneiderin, sein Vater Schuster.
Früh zeigte sich in ihm ein schöpferischer Drang, der ihn zunächst zur Literatur führte. In jungen Jahren versuchte er sich als Schriftsteller und Theaterautor zu etablieren. Doch der erhoffte künstlerische Durchbruch blieb aus. Als Lehrer und Amtsrat war seine finanzielle Existenz gesichert. Seine künstlerische Kreativität fand nun Ausdruck in der Ausgestaltung des Elternhauses seiner Frau, dem jetzigen „Haus Feuchtl" in Purkersdorf bei Wien, der er sich mit großer Passion und viel gestalterischer Freude widmete.
1955 wurde seine Tochter Brigitte geboren, ein weiterer Mittelpunkt seines Lebens.
Bis zu seinem Tod mit 93 Jahren schuf er ein umfangreiches Werk von über 700 Bildern – überwiegend Gouache auf Papier.
Die Werke von Franz Feuchtl entstanden aus einer inneren Bildwelt, die sich erst in hohem Alter geöffnet hat. Klare Formen, leuchtende Farben und symbolische Elemente verbinden sich zu einer ganz eigenen, zeitlosen Bildsprache.
Es sind Bilder von großer Klarheit und zugleich leiser Rätselhaftigkeit. Jedes Werk lädt dazu ein, innezuhalten und eine persönliche Bedeutung darin zu entdecken. Die reduzierte, fast archaische Darstellung der Figuren verleiht den Arbeiten eine zeitlose Qualität.
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